Rubato

Noble Begierden

5. Februar 2026, 11:00 Uhr

Pierre Alexandre Aveline, nach Antoine Watteau, Das Ladenschild des Kunsthändlers Gersaint, um 1732 (c) Liechtenstein Collections

Die Fürstlichen Sammlungen Liechtenstein stehen mit ihrer 400-jährigen Geschichte in einer langen Tradition des generationenübergreifenden Sammelns. Dafür war und ist eine aktive Ankaufstätigkeit unumgänglich. Neuerwerbungen formten – damals wie heute – das Erscheinungsbild der Galerien. So prägten nicht nur die persönlichen Vorlieben der verschiedenen Fürsten, sondern auch der Kunstmarkt mit wechselnden Verkaufsstrategien, Trends setzenden Akteuren sowie ökonomischen Aspekten die Kunstsammlung. Vor diesem Hintergrund widmet sich die aktuelle Sonderausstellung der Fürstlichen Sammlungen im Gartenpalais Liechtenstein der faszinierenden Geschichte des europäischen Kunstmarkts. Schlaglichtartig beleuchtet sie Strukturen, Innovationszentren, prägende Persönlichkeiten und Vermarktungsmethoden von der Antike bis ins 19. Jahrhundert. Dabei zeigt sich, dass zahlreiche Methoden bis heute nichts an Aktualität verloren haben. Auktionen kannte schon das Römische Kaiserreich. Kunstmessen zogen bereits im Antwerpen des 16. Jahrhunderts ein internationales Publikum an und die ersten Werkskataloge Alter Meister wurden von Kunsthändlern im 18. Jahrhundert verfasst. Hauptwerke der Fürstlichen Sammlungen sowie sensationelle Leihgaben in der bisher größten alljährlichen Sonderausstellung erwarten die Gäste. Zu Gast im Studio bei Marion Eigl ist Christian HuemerLeiter des Belvedere Research Centers und Experte für Kunstmarkt-Geschichte.

Donnerstag, 5. Februar 2026