Perspektiven

Die Ästhetik des Unperfekten

18. Mai 2026, 19:00 Uhr

Foto: iStock

Die japanische Kunst des Kintsugi ist eine aufwendige und jahrhunderte alte Reparaturtechnik, in der zerbrochene Scherben von wertvollen Objekten (wie Teeschalen) wieder zusammengefügt werden. Die Bruchstellen werden meist mit Gold veredelt. Die Keramikkünstlerin Yamuna Valenta hat diese Technik in Japan erlernt. In ihrem Atelier in Wien arbeitet sie und bietet Workshops an. Veronika Bonelli hat sie besucht. 

Kintsugi können wir auch verstehen als Metapher für das Leben: Du zerbrichst, du scheiterst, aber das macht dich nicht wertlos. Die Risse deiner Biografie werden Teil deines Lebens. Sie stärken und bilden deine Persönlichkeit mindestens so stark wie die glücklichen und unbeschwerten Erfahrungen. Und Kintsugi steht für Nachhaltigkeit und Beständigkeit. In einer vonm Klimawandel bedrohten Welt wichtige Eigenschaften. 

Montag, 18. Mai 2026
Coss, Ludwig; Böhm, Martin
19:00
Perspektiven