Per Opera ad Astra

Festspieloper: Der Idiot.

13. Juli 2024, 14:00 Uhr

Der Idiot: Petr Sokolov (Lebedjew), Dmitry Golovnin (Fürst Myschkin), Dmitry Cheblykov (Rogoschin)
© Monika Rittershaus

Richard Schmitz präsentiert "schwere Kost". Ein komplexer Roman, eine komplexe Oper und ein komplexes Libretto. Wie das Werk auf der Bühne wirkt, werden wir bei den Salzburger Festspielen ab 2. August erleben. Der bravouröse Einspringer bei der „Così“-Premiere an der Wiener Staatsoper Bogdan Volkov wird die Titelpartie singen. „Der Idiot“ ist ein genialer Roman von Fjodor Dostojewski, als vieraktige Oper vertont von Mieczysław Weinberg, einem großartigen Komponisten des ausgehenden 20. Jahrhunderts.

Empfehlung: Per Opera ad Astra am 10. August 2024, 14:00 Uhr steht erneut eine russische Oper auf dem Programm: Sergej Prokofjews „Der Spieler“, ebenfalls nach einem roman von Fjodor Dostojewski.

Inalt: Der seelisch kranke Fürst Myschkin hat jeglichen Sinn für die Realität verloren und glaubt unerschütterlich an das Gute. Auf der Zugfahrt, die ihn nach einem Sanatoriumsaufenthalt zurück nach St. Petersburg bringt, lernt er den Kaufmann Rogoschin kennen, worauf sich ein Spiel von Abhängigkeit, Wahnsinn und Mord entspinnt. Weinbergs letzte Oper basiert auf dem gleichnamigen Roman von Fjodor Dostojewski – die Handlung wird komprimiert, zugespitzt und theatralisiert, ohne die psychologische Feinheit der literarischen Vorlage zu beschneiden. Angesichts dieser gelungenen Adaption kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus: Wie konnten die Werke des russischen Komponisten Mieczysław Weinberg (1919 – 1996) in Vergessenheit geraten? Erst seit gut zehn Jahren wird er wiederentdeckt und als seinem Freund Dmitri Schostakowitsch ebenbürtig angesehen. Der Idiot, 1986-1989 komponiert, kam 2013 in Mannheim zur Uraufführung und stand in Wien in einer Inszenierung des russischen Regisseurs Vasily Barkhatov 2016 erstmals auch in Österreich auf dem Programm. Weltliteratur auf der Opernbühne. (MusikTheater an der Wien).

Samstag, 13. Juli 2024