Musikalische Huldigungen

15. August 2025, 14:00 Uhr

Titelblatt der Satire-Zeitschrift "Der Floh", 14. Oktober 1894 © ANNO/ÖNB

Die Verehrung, die Johann Strauss (Sohn) in Wien bzw. international genoss, war groß - und sehr ungewöhnlich. Ungewöhnlich in Bezug auf jene, die ihm huldigten: quer über alle politischen, regionalen und künstlerischen Grenzen hinweg, konnte man sich in der Wertschätzung von Strauss finden. Vergessen die Grabenkämpfe zwischen Neutönern und Konservativen in der Musik: ein Richard Wagner und ein Franz Liszt schätzten Strauss ebenso wie ein Johannes Brahms oder Robert Fuchs. Virtuosen wie Hans von Bülow, Anton Rubinstein oder Alfred Grünfeld liebten die Melodien des Walzerkönigs und bauten sie fest in ihr Repertoire ein. Aber auch Strauss war ein Meister der Huldigungspolitik und widmete seinen Berufskollegen die eine oder andere Komposition. 

Wer von wem mit welchem Musikstück bedacht wurde, beleuchten Stefan Schmidl und Vasiliki Papadopoulou (Österreichische Akademie der Wissenschaften & Zürcher Hochschule der Künste) in dieser Ausgabe von "Ein Strauss Wiener G'schichten".

© Monika Jaroš