Variationen

Unvergessen - Stefan Mickisch erkundet Musik.

29. August 2025, 19:00 Uhr

www.stefanmickisch.de

Zum Sommerausklang gibt es in den Freitagsvariationen einen ganz besonderen Schwerpunkt - eine dreiteilige Hommage an den unvergessenen Pianisten, Komponisten und Musikerkunder Stefan Mickisch (1962-2021). Der Zugang zu Richard Strauss war bei ihm ein symphonischer, genau so wie bei Wagner. Stimmen „nahm er in Kauf“. Somit kamen ihm Strauss’ Tondichtungen sehr entgegen, zumal er sich am Klavier so richtig austoben konnte. Zu Beethovens und Goethes Egmont bemerkt der durch und durch belesene Philosoph Stefan Mickisch hochkantig pointiert: "In Goethes Schauspiel „Graf Egmont“ wird das Freiheitsideal des Menschen (Egmont) gegen Totalitarismus und Polizeistaat (Herzog Alba, Philipp II.) gestellt. Ein irdischer Sieg des ersteren Prinzips ist nicht möglich, nur ein transzendenter. Clärchens Lorbeerkranz ist ein Zeichen des Ewigen über dem Kurzfristig-Kleinen. Die Menschen haben beides in sich, wobei das Gros der „Zweibeiner“ (Arthur Schopenhauer) in zunehmenden Maß Letzteres für sich beanspruchen darf." Und welch großer Pianist er war, zeigt sich in seiner Transkrtiption der Alpensinfonie von Richard Strauss, die er am Klavier orchestral ausbreitet.

Live-Aufnahmen aus dem Wiener Konzerthaus und vom Richard-Strauss-Festival Garmisch-Partenkirchen.