Rubato

Lux perpetua

10. Dezember 2025, 11:00 Uhr

(c) Himmel und Erde/David Kassl

„Lux perpetua“ – Vom Licht, das bleibt und klingt.

Es gibt Worte, die leuchten. Nicht laut, nicht grell – sondern mit einer stillen, inneren Kraft. „Lux perpetua“, das ewige Licht, ist eines davon. Es steht am Beginn des Introitus im Requiemtext der katholischen Liturgie, jener musikalischen Form, die wie keine andere zwischen Diesseits und Jenseits vermittelt. Und es ist mehr als nur ein Trostbild für die Hinterbliebenen: Es ist ein Versprechen.

Die Vorstellung eines ewigen Lichts, das den Verstorbenen leuchtet, ist tief verwurzelt in der christlichen Symbolik. Licht steht für Erkenntnis, für göttliche Gegenwart, für Transzendenz. In der Musik wird dieses Motiv seit Jahrhunderten aufgegriffen – nicht nur als Metapher, sondern als klangliche Vision. Komponisten wie Mozart, Fauré oder Duruflé haben dem „lux aeterna“ musikalische Gestalt verliehen, jede auf ihre Weise: mal schwebend und entrückt, mal warm und tröstlich, mal mystisch und geheimnisvoll.

Chefredakteur Christoph Wellner präsentiert "Lichtmusik".