Rubato

Medea in der Kammeroper

18. März 2026, 11:00 Uhr

© Musiktheater an der Wien

Kindsmörderin, Rächerin, Diebin – unter den Frauenfiguren der antiken Mythologie gehört Medea zu jenen, die im Laufe der Jahrtausende am meisten Ablehnung und Verurteilung erfahren haben. Dabei opfert die kolchische Prinzessin ihrer Liebe zum Griechen Jason fast alles: Sowohl ihre Familie als auch die Heimat muss sie zurücklassen, als sie ihm hilft, das goldene Vlies zu rauben. Gemeinsam mit Dirigent Benjamin Bayl geht die Regisseurin Corinna von Rad dem Mythos auf den Grund und fragt, wie eine Medea-Erzählung anno 2026 aussehen kann. Auf der Basis der zahlreichen – vorwiegend barocken – Vertonungen (Händel, Charpentier, u.a.) und Theatralisierungen des Stoffs (Euripides, Grillparzer, u.a.) entsteht ein Abend, der auch aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen ins Visier nimmt. Am Tag nach der Premiere in der Kammeroper ist bei Marion Eigl die Medea-Darstellerin Lisa-Katrina Mayer live zu Gast im Studio.