Rubato
Bruckner-Befragungen
27. Mai 2026, 11:00 Uhr
Anton Bruckner ist auch im Jahr nach den international begangenen Feierlichkeiten zu seinem 200. Geburtstag noch immer „der große Unbekannte“ (Hans-Joachim Hinrichsen) unter den Komponisten des 19. Jahrhunderts. Das gilt sowohl für das durch Anekdoten und Klischees verzerrte Bild von seiner Persönlichkeit als auch für sein kompositorisches Schaffen. Bruckner selbst maß seinen Sinfonien die größte Bedeutung bei. Als er 1891 das Ehrendoktorat der Universität Wien erhielt, verlangte er, dass die Urkunde ihn explizit „als Symphoniker“ auswies, „weil darin stets mein Lebensberuf bestand“. Heute gelten seine Gattungsbeiträge unbestritten als Gipfelwerke des „langen Jahrhunderts der Sinfonie“.
Markus Poschner und Jan David Schmitz nähern sich den elf Sinfonien in ihrem neuen gemeinsamen Buch auf dem Wege eines unterhaltsamen, für Musikinteressierte gut verständlichen Dialoges zwischen Theorie und Praxis, werfen einen von Vorurteilen möglichst freien Blick auf den Komponisten und sein Werk und zeichnen damit nicht zuletzt ein neues Bruckner-Bild. Beide Autoren sind zu Gast bei Chefredakteur Christoph Wellner im Rubato-Studio.



