Rezensionen

Das Karussell vor dem NEST

7. September 2026, 08:20 Uhr

Karussell_NEST_MAIA_HUSTER_SERLES (c) Wiener Staatsoper Marcel Urlaub

Die Wiener Staatsoper lud am Sonntag zum großen OpernAir in den Burggarten. Zum zweiten Mal fand diese klingende Saisonvorschau statt. Ein Opernfest für alle, nannte Staatsoperndirektor Bogdan Roščić die Veranstaltung, für Opernbegeisterte und solche, die es noch werden wollen. Um den Opernnachwuchs kümmert sich auch das NEST, die zweite Spielstätte der Wiener Staatsoper im Künstlerhaus. Davor steht derzeit ein rosa Karussell. Marion Eigl hat die Kinderoper besucht.
Vor dem NEST, der zweiten Spielstätte der Wiener Staatsoper - zwischen Musikverein und Künstlerhaus - ist derzeit ein rosa Karussell aufgebaut, das einen Operntraum zum Mitfahren verspricht. Regisseurin Anna Bernreitner möchte mit diesem liebevollen Projekt Interessierten ab vier Jahren eine Tür in die Welt der Oper öffnen. Genauer gesagt in die Welt von Jacques Offenbach: Olympia, Muse und Can Can – Figuren aus „Hoffmanns Erzählungen“ und Orpheus in der Unterwelt nehmen die Anwesenden auf und rund um das Karussell mit auf eine 20-minütige Reise voller Musik, Poesie und Fantasie. Das sechsköpfige Instrumentalensemble unter der Leitung von Dan K. Kurland gebildet aus dem Bühnenorchester der Wiener Staatsoper sitzt gleich daneben in einem Pavillon. Florentina Serles als Muse, Hyerim Kim als Olympia in einem grandiosen TortenCupcakeZuckerwatte-Kostüm von Hannah Oellinger und Fabian Tobias Huster als Can Can begeisterten das kleine und große Publikum.
Bis 20. September dreht sich das Karussell vor dem NEST. Eine herrliche Idee, um in die Welt der Bühne hineinzuschnuppern und sie zugleich zu öffnen für und hinein in den öffentlichen Raum. Ausverkaufte Vorstellungen beziehen sich übrigens auf die Plätze direkt am Karussell. Hingehen und sich verzaubern lassen geht also trotzdem.

www.nest.at

 

(Marion Eigl)