Zukunftskulturjournal

Die verbindende Kraft der Musik

17. Juni 2024, 18:15 Uhr

Gruber/bmeia

DaCapo: Do, 20. Juni, 08.05 Uhr

Im Mittelpunkt der Veranstaltung im Palais Niederösterreich stand ein Konzert von fünf Musikern mit israelischen, arabischen und persischen Wurzeln, allesamt Mitglieder des West Eastern Diwan Orchestra von Daniel Barenboim. Der Philosoph Konrad Paul Liessmann sprach über Überlegungen zur universellen Fähigkeit von Musik, Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Lebensweise zusammenzubringen.

Angesichts der weltweiten Krisen- und Konfliktherde und mit besonderem Blick auf die Lage im Nahen Osten sei es wichtig, sich auf vertraute Orientierungen verlassen zu können und auch neue Quellen der Hoffnung zu suchen: "Das Trauma des Terrors vom 7. Oktober und das Leid der Zivilbevölkerung in Gaza sind so groß, dass man meinen könnte, dass es unmöglich wäre, wieder Gemeinsames zu finden. Aber das darf uns nie abschrecken: Dialog und Diplomatie müssen wieder Raum finden", so Außenminister Alexander Schallenberg.

Im Vortrag unter dem Titel „Der Bogen über dem Abgrund – über die verbindende Kraft der Musik“ betonte Philosoph Konrad Paul Liessmann, dass die Kunst zwar nicht vermöge, die großen Probleme unserer Zeit alleine zu lösen. Sehr wohl aber spannt sie mitunter einen zarten Bogen der Einfühlung und Anteilnahme über die Abgründe des Menschlichen.

Helga Rabl-Stadler sprach verbindende Worte.

Die seit 2007 im Außenministerium bestehende Task Force „Dialog der Kulturen“ nutzt neben dem interreligiösen und interkulturellen Dialog Kunst und Musik als Instrument der Verständigung und zur Förderung des friedlichen Zusammenlebens.

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