Rubato
Grillparzer.
3. Februar 2022, 11:00 Uhr
Am 21. Jänner 1872 starb in Wien Franz Grillparzer. Wie lebendig sein Werk, einst Teil des Bildungskanons, heute? 150 Jahre nach seinem Tod macht die Wienbibliothek im Rathaus den Nachlass des österreichischen Schriftstellers (1791-1872) digital zugänglich. Marion Eigl blättert in dieser Stunde in der Selbstbiographie, einer Fundgrube auch für Musikinteressierte. Das Textbuch der Zauberflöte war eines der frühesten Bücher, die Grillparzer, der sich selbst eine leidliche Tenorstimme attestierte, las. In Rom lauschte er 1819 dem „wunderbaren Miserere von Allegri“, in Weimar besuchte er 1826 den „hinreißend spielenden Hummel“, in Paris machte er die Bekanntschaft mit Meyerbeer, „der sich sehr liebenswürdig benahm“ und traf im Hause Rothschild auf den Champagner verkostenden Feinschmecker Rossini.


