CD der Woche
Mozart: Symphonies 35 & 36, Violin Concerto 3
8. November 2025, 07:35 Uhr
Interpreten: Il Pomo d’Oro, Maxim Emelyanychev, Aylen Pritchin
Label: Aparté
EAN: 5051083198479
Über die Art, Mozart zu spielen, gibt es gerade in den vergangenen Jahren die unterschiedlichsten Meinungen und Zugänge. So, wie es Maxim Emelyanychev mit seinem Originalklangorchester Il Pomo d’Oro angeht, findet Michael Gmasz ausgesprochen gelungen.
Es ist bereits CD Nr. 3 in einer groß angelegten Einspielung sämtlicher Mozart Symphonien, an der Maxim Emelyanychev mit Il Pomo d’Oro arbeitet. Zwei der sogenannten Namenssymphonien, Haffner und Linzer, sind es diesmal geworden und auch bei diesen beiden Werken setzt Emelyanychev seinen sehr frischen, lebendigen und knackigen Zugang zur Musik Mozarts fort. Er dirigiert mit jener elektrisierenden Energie, die ihn auszeichnet und das Orchester reagiert darauf ebenso energisch. Rhythmisch präzise, klanglich transparent und voller szenischer Fantasie. Die „Haffner“-Symphonie sprüht vor Vitalität, die „Linzer“ entfaltet sich mit majestätischer Breite – stets getragen von einem Ensemble, das historisch informiert musiziert, ohne dogmatisch zu sein.
Zu den beiden Symphonien gesellt sich auf jeder CD auch ein Solokonzert Mozarts. Nach einem Klavierkonzert und zuletzt dem Oboenkonzert ist es nun das 3. Violinkonzert in G-Dur. Geigensolist Aylen Pritchin brilliert dabei mit schlanker Tongebung und tänzerischer Eleganz. Auch sein Spiel ist lebendig, kantabel und voller Charme - Mozart pur! Muss also Mozart heutzutage im sogenannten Originalklang gespielt werden? Nein, nicht unbedingt. Aber wenn historisch informiertes Musizieren, auf alten Instrumenten, so klingt, dann gerne mehr davon, denn so macht Mozart wirklich richtig großen Spaß! (mg)



