Rubato

Muse war gestern?

1. März 2022, 11:00 Uhr

John Lennon und Yoko Ono. August Rodin und Camille Claudel. Die Liste der Paarungen ist lang. Sie, die Muse, Er, das Genie. Ein Narrativ, das schwerst strapaziert nicht länger haltbar ist. Oder doch nachwievor ungefragt in unseren Köpfen stehen bleibt? Unlängst antwortet die Star-Geigerin Anne-Sophie Mutter in einem Interview für BR-Klassik auf die Frage, welches das schönste Kompliment gewesen sei, das ihr die Filmmusikegende John Williams gemacht hat, – lachend: „Er hat mich als seine Muse bezeichnet – ein größeres Kompliment kann man einem Musiker (sic!) nicht machen. Und einem Hardcore-Fan schon gar nicht…“

Im Frauen-Monat März auf radio klassik Stephansdom versuchen wir ein Klischée zu hinterfragen. Eine brüchig gewordenen Beziehung: Vier Rubato-Termine versuchen eine Annäherung an dieses Thema, öffnen zeitlichen Raum für Fragen an Künstlerinnen und finden vielleicht den Diskurs mit unseren Hörerinnen UND Hörern.

  • Dienstag, 1. März: Zu Gast bei Michael Gmasz ist die Harfenistin Elisabeth Plank mit ihrer neuen CD musings. [mehr]
  • Dienstag, 8. März: Am Internationalen Frauentag kommen eine Dirigentin, eine Komponistin und eine Pianistin zu Wort. Musikchefin Ursula Magnes hat mit der Chefdirigentin des RSO Wien Marin Alsop, der Komponistin Johanna Doderer und Ariane Haering Schmid über das Thema, den Begriff und das Klischée der Muse gesprochen. [mehr]
  • Dienstag, 15. März: Musikchefin Ursula Magnes hat ein paar Tage vor den Konzerten mit Musik von John Williamas und (!) John Williams am Pult der Wiener Philharmoniker mit Anne-Sophie Mutter telefoniert. Ihr ist das 2. Violinkonzert der Filmmusik-Legende gewidmet. Von ihm erhielt sie das Kompliment „Mein Muse“. Musikchefin Ursula Magnes hat zum Musenschwerpunkt „Muse war gestern?“ nachgefragt.
  • Dienstag, 22. März: Die neue Chefdirirgentin des recreation Orchester Graz, Mei-Ann Chen bei Arabella Arabella Fenyves tbc

© Auschnitt „Herkules und Kaliope“, Schlosspark Belvedere in Wien, Filter