Predigten Josef Grünwidl
Predigt beim Gebet für Papst Leo XIV. (9. Mai 2025)
9. Mai 2025, 13:30 Uhr
Friede sei mit euch, empfangt den Heiligen Geist, der Geist des Lebens und der Friede, der vom Auferstandenen kommt.
Die Ostergeschenke hat der Auferstandene seinen Jüngern der jungen Kirche mitgebracht und will sie auch uns geben.
Das waren die ersten Worte von Papst Leo gestern auf der Loggia des Petersdoms.
Friede sei mit euch allen im Anschluss an den Ostergruß des Auferstandenen.
Und ich habe den Eindruck, der Heilige Geist, der hat ordentlich gebraust und geweht in der Sixtinischen Kapelle, dass die Kardinäle doch in so kurzer Zeit sich auf diesen Kardinal als Papst einigen konnten.
Ich habe gestern Vormittag mit dem Herrn Kardinal gesprochen.
Wir haben regelmäßig Sure Fix und ich habe ihn natürlich auch gefragt, wie war das in Rom beim Vorkonclave und er hat am Vormittag gestern erzählt, sein Kandidat wäre Prevost und er ist es geworden.
Ein bescheidener, demütiger Mann, so erzählt mir der Herr Kardinal, der doch einen Spitzenposten im Vatikan begleitet hat, ein US-Amerikaner,
der lange Zeit in Lateinamerika, in Peru auch mit den Armen unterwegs war.
Ein Augustinermönch und ein Missionar, der gleichzeitig jetzt in den letzten Jahren auch ein Spitzenbeamter im Vatikan war.
Also auf verschiedene Arten und Weisen verbindet dieser Mann Gegensätze.
Und der Herr Kardinal hat auch erzählt, er ist sich sicher, er hat nicht nur den Eindruck, er ist sich sicher, dass Papst Leo XIV.
mit denen gut zurechtkommt, die nach vorpreschen wollen.
Und auch mit denen in Kontakt ist, die hinten bremsen, denen alles zu schnell geht.
Also im wahrsten Sinn des Wortes ein Pontifex, ein Brückenbauer, einer, der verbindet, den brauchen wir in dieser Zeit in der Kirche ganz besonders.
Zu Allerheiligen 2024 war Kardinal Prevost hier in Wien bei den Augustinern im Ersten Bezirk zum Jubiläum.
Und unser Sakristeidirektor Georg hat dann hier auch für den Kardinal eine Spezialdomführung gehalten.
Der Kardinal war ganz beeindruckt vom Stephansdom in Wien.
Und aus bekannten Gründen war natürlich auch unser Kardinal in den letzten Monaten immer wieder auch im Dikasterium für Bischöfe und im Gespräch mit dem jetzigen neuen Papst.
Beten wir für Papst Leo, dass er in dieser wirklich auch Umbruchzeit nicht nur in der Welt, sondern auch für uns in der Kirche ein guter Brückenbauer ist.
Ich bin überzeugt, dass er die Brücke zu seinem Vorgänger und den Kurs von Papst Franziskus, dass er diesen Brückenschlag gut machen wird und dass er auch mutige Schritte in die Zukunft, in den synodalen Weg, der vor uns liegt, setzen wird und dafür Impulse hat, die uns weiterbringen können.
Der Heilige Geist hat machtvoll geweht und gewirkt in der Sixtinischen Kapelle.
Sehr dankbar bin ich und ich nehme an, sind sehr viele für Papst Leo, der uns jetzt als Papst geschenkt ist, mit uns geht, uns vorangeht.
und als Hirte nicht nur für die Kirche, nicht nur im Bereich der Ökumene, nicht nur im interreligiösen Dialog, sondern als Hirte und Brückenbauer für sehr, sehr viele Menschen weltweit eine Hoffnungsgestalt ist, ein Garant für Frieden, Gerechtigkeit, ein Verteidiger der Menschenwürde.



