Klaviermusik am Abend
Wie Tiere in einem Zoo
17. August 2026, 20:00 Uhr
Im Hause Artur Schnabels wurde viel musiziert. Verheiratet mit der deutschen Altistin und Gesangslehrerin Therese Behr, welcher Richard Strauss sein Lied "Traum durch die Dämmerung" gewidmet hatte, traten sie nicht nur gemeinsam auf, sondern gaben zwischen 1933 und 1939 in ihrer Villa Ginetta in Tremezzo am Comersee auch Sommerklassen für Pianisten und Sänger; für die Violin-Meisterschüler wurde der von den Nationalsozialisten als Konzertmeister der Berliner Philharmoniker entlassene Szymon Goldberg als Lehrer eingeladen.
Doch Ehefrau Therese Behr-Schnabel war nicht das einzige Familienmitglied, mit dem Schnabel auftrat. Sohn Karl Ulrich spielte mit seinem Vater vierhändiges Repertoire von Bach bis Schubert. 1939 wurde Artur Schnabel allerdings "ersetzt" - nach seiner Heirat formte Karl Ulrich lieber mit Gattin Helen Fogel ein renommiertes Klavierduo. Familiäre Harmonie auf 88 Tasten also in der "Klaviermusik am Abend" vom 17. August mit Aufzeichnungen des Vater-Sohn-Duos aus den Jahren 1936 und 1937:
- Schubert: Ausschnitt aus Divertissement à la Hongroise D 818 (28. und 29. Oktober 1937)
- Mozart: Concerto für zwei Klaviere KV 365 (28. Oktober 1936)
- J. S. Bach: Fuga, aus Concerto für zwei Klaviere BWV 1061 (28. Oktober 1936)
Was es mit den in der Überschrift erwähnten Tieren in einem Zoo auf sich hat, erfahren Sie in den Kurzbeiträgen in der 8-Uhr-Stunde sowie in der "Klaviermusik am Abend", gelesen von Alexandra Stockert und Christoph Wellner.
Mehr über Artur Schnabel im magazin KLASSIK No. 41, S. 36 f.
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© Monika Jaroš







