Klaviermusik am Abend
Erbsenzählender Sträfling
31. August 2026, 21:00 Uhr
Artur Schnabel war ein lebenslanger Arbeiter am Werk, feilte an seinen Interpretationen und sprühte vor Begeisterung, wenn er meinte, er habe nun eine noch bessere Lösung eines pianistischen Problems gefunden. Seiner ehemaligen Schülerin Mary Virginia Foreman vertraute er in einem Brief nach einem Auftritt am 21. Jänner 1951 über sein Spiel an diesem Tag an: "Heute ist es mir zum ersten Mal gelungen, die letzte Zeile von Beethovens Sonate op. 90 so zu spielen, dass sie mich überzeugt hat." Dieses Konzert sollte sein letzter öffentlicher Auftritt sein. Am 15. August 1951 verstarb Artur Schnabel in der Schweiz.
Zum Abschluss des 9-wöchigen Sommer-Schwerpunkts über die Pianistenlegende Artur Schnabel erfahren Sie etwa, was Hunde mit einem Konzert Schnabels zu tun hatten, weshalb ein Kritiker ihn als "erbsenzählenden Sträfling" betitulierte oder was Schnabel über die Wirkung von Musik zu sagen hatte. Am 31. August in Kurzbeiträgen in der 8-, 10- und 17-Stunde sowie in der "Klaviermusik am Abend", gelesen von Alexandra Stockert und Christoph Wellner.
In der "Klaviermusik am Abend" am 31. August hören Sie Aufnahmen Schnabels vom Beginn seiner Studio-Karriere 1905 für Welte-Mignon über seinen legendären Beethoven-Zyklus in den 1930er Jahren bis zu seiner letzten Session in den Abbey Road Studios in London im Juni 1950:
- Bach: Toccata BWV 916 (1905)
- Beethoven: Klavierkonzert Nr. 2 (5. April 1935)
- Beethoven: Klaviersonate "Les Adieux" (13. April 1933)
- Schubert: Impromptu D 935/3 (12. Juni 1950)
Mehr über Artur Schnabel im magazin KLASSIK No. 41, S. 36 f.
Internet-Tipp
© Monika Jaroš
Klavierkonzert Nr. 2 B-Dur, op. 19
1. Allegro con brio
2. Adagio
3. Rondo
Klaviersonate Nr. 26 Es-Dur, op. 81a "Les Adieux"
1. Adagio - Allegro (Les Adieux)
2. Andante espressivo (L'Absence)
3. Vivacissimamente (Le Retour)





